Wasser – Schnee von gestern?
Das Sonderthema beim NaturVision-Filmfestival 2010
Wasser ist das einzige Element, das sowohl flüssig, fest, salzig und süß sein kann und zugleich geliebt oder gehasst wird. Es scheint widersprüchlichen Regeln zu folgen: Da, wo es schmerzlich herbeigesehnt wird, bleibt es fern, um andernorts in bedrohlichen Massen aufzutauchen.
NaturVision wird sich dieses Jahr intensiv mit dem Element Wasser beschäftigen.
Eine der Kernfragen wird dabei sein, welche Rolle das Meereis der Polargebiete in der globalen Erwärmung spielt und wie es mit der Biodiversität in den sensiblen Ökosystemen an Nord- und Südpol aussieht. Der Klimawandel wird sich regional sehr unterschiedlich ausprägen, aber nirgendwo auf der Erde verändert sich das Klima so schnell wie in den Polarregionen. Wir nehmen das Jahr 2010 – das Internationale Jahr zur biologischen Vielfalt – ernst und fragen nach Strategien. Jeden Tag sterben bis zu 130 Tierarten aus. Wie kann dem Verlust der Arten und der Lebensräume entgegengewirkt werden? Es gilt, die Veränderungen der Umwelt und des Erdsystems – teils natürlich, teils durch den Menschen hervorgerufen – zu entschlüsseln. Die Polarregionen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven koordiniert die deutsche Polarforschung und bietet das nötige Equipment sowie die Infrastruktur für Polarexpeditionen. Wesentlich sind außerdem Kooperationen mit zahlreichen nationalen und internationalen Institutionen, über die das AWI in ein weltweites Forschungsnetz eingebettet ist. Am Institut untersuchen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und Nationen mit modernster Technik gemeinsam die Klima-, Bio- und Geosysteme unserer Erde.
Entscheidendes Element für die biologische Vielfalt einer Region ist ihr Wasserhaushalt. Auch wenn der Nationalpark Bayerischer Wald keinen direkten Zugang zum Meer hat, so sind die Forschungen des Alfred-Wegener-Instituts auch hier von zentraler Bedeutung.
Filmprogramm
Antarktis – Überwintern im ewigen Eis
Fr 21.00 Uhr KinoZelt / So 18.00 Uhr WaldKino
Unsere Ozeane
Sa 15.30 Uhr KinoZelt
Meer und Eis – Schlüssel für den globalen Wandel
Eine Veranstaltung mit dem Alfred-Wegener-Institut, Bremerhaven Packeis, Gletscher, eisige Welten und die Weite der Weltmeere – unser blauer Planet ist zu 70 Prozent von Wasser bedeckt. Arktis, Antarktis und die Meere sind Schlüsselregionen, um den globalen Klimawandel zu verstehen. In Deutschland ist es das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven, das die Polargebiete und die Meere erforscht. Es ist mit dem Forschungsschiff „Polarstern“, der Neumayer-Station III in der Antarktis, innovativer Forschung und langjähriger Expertise weltweit anerkannt. Die Themen reichen von der Tiefsee bis in die Atmosphäre, von der Klimageschichte bis zur Biodiversität: aktuell, spannend und voller eindrucksvoller Bilder.
Fr 19.00 Uhr KinoZelt
Spurensuche
Tierfilm „im Dienst des Naturschutzes“ gestern und heute
Seit Beginn der Filmgeschichte teilen der Tierfilm und der Tier- und Naturschutz gemeinsame Wurzeln und gemeinsame Ziele. NaturVision blickt zurück in die Anfänge: Wir beleuchten das Schaffen des Tierfilmpioniers Hermann Hähnle – und wir begleiten einen Vogelschützer des LBV Niederbayern auf der (Kamera-)Suche nach dem Auerhahn.
Zu Gast bei dieser „Film + Gespräch“-Veranstaltung sind Filmemacher Kay Hoffmann, Vogelschützer und Tierfilmer Karl-Heinz Schindlatz sowie Karin Hodl vom LBV.
Sa 18.00 KinoZelt
Diavortrag „30 Jahre Abenteuer“ von und mit Michael Martin
Er ist Fotograf, Forschungsreisender, Abenteurer: Seit dreißig Jahren bereist Michael Martin die Wüsten dieser Erde. Das Ergebnis sind Bilder, die ihn weltweit als Wüstenfotograf bekannt gemacht haben. In seinem neuen Vortrag gelingt es dem Diplom-Geographen, das Publikum mit auf seine Reisen zu nehmen, nicht zuletzt durch sein Talent für spannende Erzählungen und die aufwändige technische Gestaltung. Ob auf die erste Mofa-Tour nach Marokko, im alten Peugeot kreuz und quer durch die Sahara oder mit dem Motorrad um die ganze Welt – „30 Jahre Abenteuer“ ist eine Bilderreise durch die Wüsten- und Trockengebiete unseres Planeten. Passend zur neuen Wettbewerbskategorie „Expedition Abenteuer“ präsentieren wir Michael Martin in unserem Open Air Erlebnis-Kino.
Fr 22.00 Uhr WaldKino
Mit den Wölfen heulen: Wolfsfütterung im Tier-Freigelände
Unsere Fachbesucher sowie interessiertes Publikum möchten wir am Festivalsamstag dazu einladen, den „Mythos Wolf“ hautnah zu erleben. Werner Kirchner, der Leiter des Tier-Freigeländes am Lusen, führt uns vorbei an Wisent und Luchs bis in das Reich der Wölfe, wo wir die Tiere beim Mittagsschmaus beobachten können. Für Film- und Fotografie Liebhaber bietet die Fütterung eine einmalige Gelegenheit, das Wolfsrudel aus der Nähe vor die
Linse zu bekommen.
Treffpunkt: Sa 13:00 Uhr am Parkplatz P1 (Nähe Hans-Eisenmann-Haus)
Da begrenzte Teilnehmerzahl bitte Voranmeldung direkt im Festivalbüro oder ab Freitag telefonisch unter: 08558/9739924
Gipfelstürmer am Lusen
Am Samstag lohnt es sich früh aufzustehen: Zur frühmorgendlichen Sonnenaufgangswanderung zum Lusen sind alle Festivalgäste herzlich eingeladen.
Neben der fachkundigen Führung durch den Nationalparkleiter Karl Friedrich Sinner und der Aussicht auf eine einzigartige Naturlandschaft lockt nicht zuletzt eine zünftige Brotzeit auf dem Gipfel. Naturerlebnis, aufschlussreiche Informationen und Fitnesseffekt sind garantiert!
Bei strömendem Regen fällt die Wanderung aus.
Treffpunkt: Samstag, 17. Juli, 9 Uhr morgens an der Haltestelle Lusen, Buswendeplatz. Der Lusenbus fährt ab Neuschönau Kirche um 8:26 Uhr, an Lusen 9:03 Uhr.
Dem Himmel ein Stückchen näher kommen ...
... und dabei einzigartige Perspektiven erleben – dies ermöglicht der Baumwipfelpfad im Nationalpark Bayerischer Wald direkt am Hans-Eisenmann-Haus.
Spazieren Sie acht bis 25 Meter über dem Waldboden zwischen den Baumkronen auf dem weltweit größten Pfad dieser Art. Sie starten über einen Einstiegsturm am Parkplatz beim Tierfreigelände. Hier erfahren Sie die unberührte Waldlandschaft und deren Lebensformen in einer neuen Dimension. Der Weg durch die Wipfel besteht überwiegend aus Holz und ist behutsam in den herrlichen Bergmischwald integriert. Der 1300 Meter lange undbarrierefreie Steg endet in einer Höhe von 44 Metern auf der Plattform eines beeindruckenden Aussichtsturmes und beschenkt Sie mit einem fantastischen Ausblick - auch über das Filmfestivalgelände.
Nach den sinnlich-luftigen Genüssen können Sie sich in der Waldwirtschaft mit großem Biergarten, im Café Eisenmann und dem Brotzeitstüberl kulinarisch verwöhnen lassen.
Für Besucher von NaturVision gibt‘s ermäßigte Eintrittskarten für den Baumwipfelpfad direkt an den Festivalkassen.















